10 Tipps für deinen Roadtrip durchs Australische Outback

 

10 Tipps für einen gelungenen Trip durch das Australische Outback

Ein Roadtrip mit dem eigenen Van oder einem Camper ins Australische Outback ist ein Erlebnis das einen für die Zukunft bereichert und welches man nicht mehr vergessen wird. Allerdings ist auch ein bisschen Geschick in der Planung nötig um mit viel Spaß und Freude Gesund an sein Ziel zu kommen. Wer selbst noch nie im Outback war, sollte sich definitiv seine Gedanken darüber machen. Hier findest du unsere 10 wichtigsten Punkte und Erfahrungen die wir in über 12 Monaten Outback gesammelt haben.

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Auch die Emus sind auf der Suche nach Wasser
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So viel Wasser wie hier findet man im Outback selten

 

1.Wasser

Essen und trinken sind das A und O für jeden Menschen, dass wissen wir alle. Im Australischen Outback wirst du das mehr zu spüren bekommen als jemals zuvor.

Bereite dich gut vor! Uns passierte es sogar mehrmals, dass man beim Verlassen einer Stadt ein Straßenschild vorfand, auf dem stand: „No drinking water for 500 km“.

Besorge dir Wasserkanister, die gibt’s für wenig Geld und bereits gefüllt in fast jedem großen Supermarkt. Wie viel Wasser du benötigst hängt von dir ab. Du benötigst teilweise 4 – 5 Liter Wasser pro Tag und Person alleine zum trinken (Kein Witz). Dazu kommt, dass du dich hin und wieder waschen musst, du abspülen musst oder Wasser zum Kochen oder für einen Kaffee brauchst. Sei sparsam und versuche Wasser zu recyceln.

Übrigens, Tankstellen geben ihr Wasser nur sehr ungern ab. Plane so viel Wasser ein, dass du sicher in die nächste größere Stadt kommst und rechne ein paar Tage mehr ein. Sicher ist sicher!

2.Essen

Im Outback gibt es nur sehr wenige Supermärkte, dafür aber Tankstellen. Beide haben nicht das größte Angebot und dieses ist dann wahnsinnig teuer! Auch wenn du einen Kühlschrank/Kühlbox/Eski dabei hast, diese werden die niedrige Temperatur nicht halten können. Du brauchst Lebensmittel die sich lange halten und Notfalls auch ohne zu kochen essen lassen. Wir hatten immer Knäckebrot und Fischdosen dabei. Eingelegte Muscheln sind eine Willkommene Abwechslung, genauso Corned Beef mit Essiggurken. Für die gesunde Ernährung eignet sich gut ein Fruchtsalat aus der Dose und evtl. Nahrungsergänzungmittel wie Vitamin C Brausetabeletten. Kartoffeln und Zwiebeln halten auch relativ gut frisch. Und das Gemüse aus der Dose ist auch ganz okay. Für die Fleischjunkys empfehle ich Beef Jerky – getrocknete Rindfleischscheiben, welche gut gewürzt in jedem Supermarkt erhältlich sind. Bedenke, dass Pasta und Kartoffeln viel Wasser benötigen – Siehe Punkt eins.

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Closed heißt auch wirklich Closed
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Und immer gerade aus…

3.Camps Australia Guide

Diese Straßenkarte ist ein Muss für alle (Low Budget) Camper Reisenden.
Hier findest du alle kostenlosen Campsites in Australien mit einer guten Wegbeschreibung. Viele Campsites befinden sich direkt an der Straße oder in kleinen Dörfchen und dienen eigentlich nur zur Rast, wer aber etwas genauer hinschaut kann Traumhafte Spots abgelegen von jeglicher Zivilisation finden. Eine gute Vorbereitung erleichtert dir das Leben, denn Duschen oder Einkaufmöglichkeiten gibt es selten. Dafür erlebst du das wilde Australien von einer anderen Seite. Ob es der romantische Sonnenuntergang im Outback ist, oder Schlafplätze mit Blick über den Ozean wo sich Delfine am Morgen tümmeln, dieser Guide hat unsere Zeit in Australien zu etwas wirklich besonderen werden lassen. Die Anschaffungskosten von ca.70 $ sind es wirklich wert, vielleicht findest du auch einen gebrauchten Guide auf http://www.gumtree.com.au

4.Benzin und Gas

Bedenke, dass der Sprit im Outback um ein vielfaches teurer ist als in der Stadt. Hier lohnt es sich einen 20l Benzinkanister zu besorgen. Auch der Abstand der einzelnen Tankstellen darf nicht unterschätzt werden. Notfallsprit ist ein absolutes Muss im Outback!

Ebenfalls solltest du genügend Gas zum Kochen mitnehmen, ansonsten musst du dich mit Knäckebrot zufrieden geben.

5.Moskitos und andere Fliegetiere

Im tropischen Norden findet man eine Vielzahl an kleinen Stechmücken. Besonders gemein: Midges. Midges sind sehr kleine Stechmücken, die auch durch normale Fliegengitter durch kommen. Besorge dir ein Moskitonetz mit besonders engen Maschen, sowie Moskitospray. Langärmlige Kleidung ist gerade in den Abendstunden ein gutes Mittel um den Unmengen dieser kleinen Tiere Herr zu werden. Wer trotzdem gestochen wird, sollte sich in der Apotheke „Tigerbalm“ besorgen, eine scharfe Thai- Salbe mit Eukalyptos, diese stoppt sofort den Juckreiz.

Zudem findet man im trockenen Outback Scharenweise Fliegen. Teilweise haben wir es so schlimm erwischt, dass wir draußen nicht essen konnten, da sich gleich bis zu drei Fliegen gleichzeitig auf unsere Gabel gesetzt haben, während wir diese zum Mund führten. Und wir sind wirklich nicht zimperlich. Eine gute Idee fanden wir, dass man das Grundgerüst eines günstigen Dreimann Zeltes aufstellt und sich dort mit Tisch und Stühlen einrichtet.

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Gut geschützt vor den Milliarden von Fliegen

 

6.Sicherheit

Die meisten und schwersten Unfälle von Touristen ereignen sich beim Überholen von Roadtrains. Leute, die Dinger sind verdammt lang und verdammt schwer und bremsen nur sehr ungern. Je nach Geschwindigkeit musst du mit mehreren Kilometern (!) zum Überholen einberechnen!

Pass verdammt gut in der Dämmerungszeit auf, also früh morgens und abends, denn da ist der Wildwechsel und die Gefahr einer Kollision mit einem Känguruh oder einem Kamel am größten. Ja Kamel, Australien hat die größte Population von Kamelen Weltweit.

Hast du eine Autopanne oder einen Unfall, bleib unbedingt immer bei deinem Fahrzeug! Einen herumirrenden Backpacker findet so schnell niemand, mal abgesehen davon, dass du wahrscheinlich keine zwanzig Kilometer weit kommen wirst bevor du in der Sonne verbrennst.

Waldbrände sind eine weitere Gefahr, halte dich von diesen weit weg, Feuer können schneller „laufen“ als dein Van fährt.

Schlangen – gutes Schuhwerk und lange Hosen können dein Leben retten. Hast du deine Augen aber gut fokussiert auf dem Boden vor dir, wirst du einer Schlange nicht zu nahe kommen. Fasse die Schlange niemals an und mach einen großen Bogen um sie. Erkundige dich vor Ort über die aktuellsten Erste Hilfe Maßnahmen bei Schlangenbissen.

Krokodile – Je weiter du in den Norden kommst, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, das Krokodile im Wasser sind. Es gibt zwei Arten. Die ungefährlichen „Freshwater Crocs“ und die „Saltwater Crocs“. Letztere sind eine ernstzunehmende Bedrohung für dein Leben. Du wirst das Krokodil nicht sehen, auch wenn es direkt vor dir im Wasser treibt, du wirst auch nicht reagieren können wenn das sechs Meter lange Tier aus dem Wasser springt… Denk darüber nach.

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Offensichtlich ist hier ein Buschfeuer im Gange

 

7.Respekt

Australien ist ein wunderbares Land, mit einer einmaligen Flora und Fauna. Das man die fragile Umwelt so verlässt wie man sie vorfindet sollte für jeden selbstverständlich sein. Dazu gehört auch, dass man nicht einfach so irgendwo seinen Stuhlgang verrichtet, dass man Abwasser ablässt oder sich im Wasser mit Seife wäscht. Damit ihr aber nicht versehentlich die Kultur der Aborigines verletzt, gilt es sich vorab zu erkundigen wo Aborigine Land ist. Dort gibt es Gebiete, die den Aborigines heilig sind, die nur Männer oder Frauen betreten dürfen oder die Uralte Kunst- und Kulturschätze hüten. Findest du z.B. eine Pfeilspitze, Schmuck, Knochen oder versteinertes Holz, lass es bitte liegen und gehe dahin zurück wo du hergekommen bist.

8.Fahrzeiten & Straßenverhältnisse

„Ja, wir wissen, dass das Land sehr groß ist“. Das war eine unserer Aussagen vor dem Trip durchs Outback. Aber die wahre Größe verstehst du erst wenn du mitten drin bist. Sei dir bewusst, dass die „kurze Strecke“ von Darwin nach Adelaide über 3000 Kilometer sind – das ist mehr als die Strecke von Kopenhagen nach Porto! Nur das dazwischen eigentlich fast nichts ist.

Wenn du ein Schild siehst „4WD only“ – 4WD steht für Four Wheel Drive, also Allrad – ist diese Strecke auch wirklich nur für Allradfahrzeuge gedacht. Es gibt aber auch „Unsealed Roads“ also Schotterpisten, die nicht ganz ohne sind. Diese kannst du auch mit einem normalen Van/Auto fahren, hier musst du aber mehr Zeit einplanen.

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Campfeuer am Abend

 

9.Campfeuer

Abends ein Campfeuer im Outback zu machen gehört zu jedem Roadtrip durch das Red Center dazu! Oft findest du eine sehr karge Landschaft vor, da macht es Sinn von Unterwegs Holz aufzusammeln. Sei vorsichtig beim Holz sammeln! Darunter verstecken sich gerne Tiere, nicht selten auch Giftschlangen wie z.B. die Brown Snake. Beim Feuer machen solltest du darauf aufpassen, dass kein starker Wind weht, denn dieser kann glühende Funken mehrere hundert Meter mit sich tragen. Auch wenn du dich in der Wüste befindest findet man dort Buschland vor. In der Trockenzeit genügt ein Funke oder eine brennende Zigarette um großflächige Buschfeuer auszulösen. Lasse das Feuer nie unbeaufsichtigt und entferne dich vom Platz erst, sobald es erloschen ist. Sand und Kies sind eine gute Methode um die restliche Glut einzudämmen.

10.Klopapier

Ja genau, Klopapier! Du brauchst nicht erwarten das im Busch eines hängt 🙂

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