Weltreise Teil 12 – Thailand

In Thailand angekommen, werden wir sofort von unserem Fahrer in der berühmten Kao San Road in Bangkok abgeliefert. Laute Musik dringt aus Lokalen die sich zwischen Mc Donalds, Starbucks, KFC und Co einquartiert haben. Man bekommt sofort die Möglichkeit alles zu kaufen, was man braucht oder nicht, noch bevor man ein Zimmer gefunden hat. Eine ziemlich billige Absteige muss es hier tun.

Unser Zimmer hat so dünne Holzwände, dass man den Atem des Nachbars noch fast spüren kann, die Toilette ist auf dem Gang und am zweiten Tag fällt auch noch das Fliegengitter, dass das Fenster ersetzt aus dem Rahmen, weil der Mann daneben die Tür mit etwas zu viel Schwung schließt. Gleich am ersten Abend treffen wir sämtliche Reisende, mit denen wir bereits in Laos und Kambodscha ziemlich einen drauf gemacht haben – kein gutes Vorzeichen. Am Tag kommt man erst spät und ziemlich müde aus dem Bett, man wimmelt alle Anzugverkäufer ab, bewundert die Stände an denen man gefälschte Ausweise aller Art kaufen kann und frühstückt rechtzeitig bevor es am Abend wieder weiter geht.
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Kao San Road
Drei Tage schaffen wir in dieser verrückten Straße, danach muss es weiter gehen, sonst sehen wir hier nichts mehr vom Land. Eine anstrengende Busfahrt liegt vor uns, bevor es weiter mit dem Boot zu unserer ersten Insel Koh Tao geht. Unterkunft findet man wieder einmal sofort, nur sind die Preise auf einmal unglaublich hoch. Unmut macht sich breit, entgegen allen Erwartungen und Erzählungen ist es für uns einfach zu teuer hier! Wir genießen die Sonne am weißen Sandstrand, mieten uns ein Moped und gehen Schnorcheln. Schon langsam verlagert sich unser Rhythmus in Richtung Abend, bei angenehmer Temperatur ist es einfach nur toll am Strand zu liegen und die Feuershows zu beobachten. Nach fast einer Woche raffen wir uns auf, zwei Inseln weiter zu fahren. In ein paar Tagen ist die berühmte Fullmoon Party auf Koh Phangan, die Insel die dazwischen liegt. Diese Party lässt die Zimmerpreise auf teilweise unbezahlbare 200Euro pro Nacht steigen. Deswegen geht’s nach Koh Samui. Wir müssen mit einem der letzten bezahlbaren Zimmer in Chaweng vorlieb nehmen, welches klein und stickig ist, doch der Besitzer ist unglaublich nett. Und schon geht’s los, zur Fullmoon Party. Wir werden mit einem Tuk Tuk abgeholt und müssen zwei Stunden am Pier aushalten. Mit einem Speedboat setzen wir über und werden erstmal total erschlagen von Bodypainting, Alkoholständen und ausgeflippten Menschen. Am Strand lässt es sich dann gut aushalten, mit Techno, Trance und Reggae. Eine Party der Superlative, wenn nicht viel zu viel Menschen wären, die sich mit Drogen und Alkohol auf eine unschöne Weise vernichten.
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Und nochmal, aber diesmal Nachts 😉
Um fünf Uhr morgens geht’s wieder zurück und jeder zweite hat sein eigenes Drama am laufen. Aufgeschnittene Füße, weinende und sich übergebende Mädchen, Leute die nicht mehr stehen können…
Nachdem wir das alles gut überstanden haben, gönnen wir uns noch eine Woche am Strand von Bo phut in einem kleinen, sehr schönen Bungalow direkt am Strand. Der erste richtige Strandurlaub, bei dem man einfach gar nichts macht.
Schnell ist die Zeit vergangen und wir fahren zurück nach Bangkok um noch ein paar Sachen zu erledigen, zufälligerweise direkt an der Kao San Road. Kurz vorher, am 14.2. hat es in 9 km Entfernung drei Bombenanschläge gegeben, ein etwas komisches Gefühl – das aber keinen Tourist zu stören scheint.
Jetzt geht es weiter, wir steigen aufs Flugzeug um. Die nächste Destination: Bali, Indonesien.
Wir sind jetzt 106 Tage unterwegs und sind Überland bis Thailand gekommen. Die Situation im Süden Thailands ist eher schlecht, auch das Auswärtige Amt rät von Fahrten in dieses Gebiet ab. Außerdem wird man reisemüde und die Vorfreude auf eine sinnvolle Beschäftigung wie Arbeiten steigt auch zunehmend. Was soll`s?
Wie hat uns Thailand gefallen?
Es ist ein wirklich wunderschönes Urlaubsland, auch wenn wir nicht so viel gesehen haben. Die Menschen sind wirklich nett und das Essen schmeckt auch gut.
Unser größtes Problem sind die Preise. Wenn man direkt von Zuhause für drei Wochen hier her kommt mag es günstig erscheinen. Allerdings war es für uns das teuerste Land seit Russland – und mal ehrlich. Ist das billig: 1,5l Wasser ca.0,50 Euro, Hauptspeise zwischen 4 und 6 Euro, ein Cheeseburger kostet auch schon 1 Euro und ein Bier unter 2 Euro bekommt man auch in keinem Lokal. Die schäbigsten Unterkünfte kosten auch zwischen 12,50 Euro und 15 Euro, möchte man etwas angenehmes haben, kann man auch 200 Euro pro Nacht zahlen. Günstig… naja, vielleicht, aber sicher nicht billig.

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