Australien: Die Ankunft in Darwin

Yes!!! Wir sind angekommen!
Unser Flug von Bali nach Darwin ist natürlich etwas ganz besonderes. Wir freuen uns auf unser neues Zuhause und westliche Gepflogenheiten. Zum Start quartieren wir uns in einem Hostel ein, in dem man keinen Alkohol trinken darf, die Küche total eklig ist und man dann noch 60 Dollar pro Nacht zahlen muss und das ganze ohne Bad.

Deswegen geben wir auch gleich mal Gas und kümmern uns um ein Auto, am besten einen Campervan, Arbeit und was sonst noch dazu kommt wie Steuernummer, Bankkonto etc.
Mit der Arbeit läuft es sehr schwer an, es ist gerade noch „Wetseason“, die Gefahr von einem Zyklon erwischt zu werden ist hoch und zu dieser Zeit regnet es permanent in Strömen, was auch die Touristen von diesem abgelegenen Städtchen Darwin fernhält. Wir müssen uns leider noch gedulden heißt es immer wieder, trotzdem lassen wir nicht locker und verteilen unsere Bewerbungen in so ziemlich jedem Restaurant, Hotel und Bar in und um die Stadt verteilt herum.
Das gibt uns Zeit, in Ruhe nach einem passenden Gefährt zu suchen. Das Angebot ist im Moment, genauso wie die Jobs, schlecht. Wir finden schließlich doch einen Van, mit Poptop, Küche, Bett und Schrank. Er muss nur noch zur Zulassungsstelle, danach gehört er uns. Wir haben Glück im Unglück und die Zulassungsstelle findet viel Rost in der Karosserie, deswegen lassen wir uns ohne Umwege unser Geld von dieser Firma sofort komplett zurückerstatten. Der Verkäufer Ryan wird zu unserem Lebensretter, indem er Mitleid hat und uns zuhause bei sich und seiner Frau Leanne aufnimmt, denn selbst er als Australier findet 60 Dollar Übernachtung zu teuer. Wir verbringen ein super Wochenende mit den beiden und genießen auch gleich unser erstes richtiges „Australian BBQ“ und bekommen Freikarten für’s „Australian Football“. Und dem nicht genug, er findet an dem Montag drauf auch noch ein super Auto für uns und statt es für die Firma zu kaufen um es wieder zu verkaufen, gibt er uns einfach die Nummer von dem Privatverkäufer. Zusammen schauen wir uns den Van an, ein 2002er Ford mit Allradantrieb, zwei Vorbesitzer und aus Japan importiert, Bett, Kochgeschirr und ganz viel Kleinzeug – ein Backpacker Auto wie man es so nur schwer findet. Das Auto ist in einem Top zustand, der Verkäufer, der wahrscheinlich zu viel Kräuter an diesem Morgen geraucht hat lasst sich peinlich weit runter handeln und schon haben wir es! Wir bauen an dem darauffolgenden Wochenende noch eine Art von Küche mit Kühlschrank ein und schon ist er fertig fürs Leben auf der Straße.
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Wildlife wo man nur hinsieht!
Wir vertreiben uns die Zeit mit Ausflügen in den Litchfield Nationalpark, um in Wasserfällen zu schwimmen, etwas wandern und bewundern die Tierwelt. Am 15.März durfte ich meinen Geburtstag feiern, mit Känguru Burger, netten Aussies, unserem ersten wilden Känguru und einem gestohlenen Führerschein. Da gibt’s tatsächlich Leute die auf einem Parkplatz, wo ganz nebenbei nur wir alleine waren, es schaffen eine Handtasche zu stehlen, obwohl wir nur 50 meter weit weg stehen. Und wir sind so blöd und merken es nicht. Die Polizei ist natürlich keine große Hilfe und die Botschaft schickt uns dann eine Email mit einem tollen Bild im Anhang und um es kurz zu machen, einem Text in dem drin steht, dass sie gar nichts machen können. Nach viel Bürokratie bekommen wir doch noch die Hoffnung, den Schein innerhalb der nächsten Wochen zugeschickt zu bekommen, bis dahin muss sich eben Helga durch den Linksverkehr quälen.
Inzwischen hat sich auch ein Job ergeben. Wir beide sind im „Darwin Convention Center“ als „Food & Beverage Attendent“ eingestellt worden. Morgen geht’s dann endlich los, auf unbestimmte Zeit, maximal sechs Monate, eine gute Möglichkeit um schnelles Geld zu verdienen, damit wir ohne schlechtes Gewissen weiter in Richtung Ostküste ziehen können.
Sonst haben wir viel Zeit zum nichts tun, fast täglich geht’s in den nah gelegenen kostenlosen Aquapark, in dem es Duschen und Abkühlung gibt, aber meistens sitzt man mit anderen Backpacker zusammen und philosophiert über die Welt oder geht auf ein Festival oder man nutzt eines der Kostenlosen BBQ’s dirket an den Stränden von Darwin und Co und schaut sich jeden Abend einen schönen Sonnenuntergang an.

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